Männerschnupfen!
 
so ein richt´ger  Männerschnupfen
haut sogar ´nen Ochsen um:
Körper zittert, Schweißausbrüche,
Todeskampf, Delirium.
 
Gegen den ist nichts vergleichbar,
nicht mal eine Mehrgeburt,
oder´n Trip durch Satans Hölle -
klingt es auch noch so absurd.
 
Wurde man(n) von ihm befallen,
hilft nur noch das Hospital;
eine eigné Pfleger - Staffel
mit nem´eignen Krankensaal.
 
Auch ein Testament zu machen,
wäre höchst empfehlenswert;
denn nach solchen Qualen, sind schon
viele nicht mehr heimgekehrt.
 
Sollten wir es dennoch schaffen
und der Tod bleibt uns erspart,
kann es nur an einem liegen:
Kerle sind doch wirklich hart.
© Norbert van Tiggelen 30.07.2017

 

Verschlossen!
 
Ich bin nicht verschlossen,
von dem keine Spur.
Ich bin auch nicht eitel -
wer sagt so was nur?
 
Ich bin halt ein Mensch,
der viel hat erlebt;
drum bin ich gestanzt
und von Wunden geprägt.
 
Nur eins ist mir wichtig -
ich sag´s euch geschwind:
Ich zeig es nur denen,
die mir wichtig sind.
 © Norbert van Tiggelen 2013

 

Altersarmut!
 
Warst das ganze Leben fleißig, hast geschuftet wie ein Tier,
gönntest dir im Grunde gar nichts, wenn dann höchstens mal ein Bier.
 
Hast dir deinen süßen Hintern, für die Firma krumm gemacht.
auch der Fiskus war zufrieden, aber Vorsicht, nun gib acht:
 
Jetzt im Alter musst du büßen, teils mit Schmerzen, teils mit Hohn.
denn die Rente die dir zusteht, gleicht doch nur ´nem Hungerlohn.
Norbert van Tiggelen

 

Du bist ...

Du bist für mich der Atem, der mich mit Luft versorgt,

der Mensch dem ich vertraue, der mir sein Ohr mal borgt.

 

Du bist für mich die Erde, die mich gedeihen lässt,

der Mensch bei dem ich gern bin, mein federweiches Nest.

 

Du bist für mich das Wasser, dass mich sanft umhüllt,

der Mensch, der wenn ich traurig bin, mein Herz mit Freude füllt.

© Norbert van Tiggelen

 
 
Träume!
 
Träume muss ein jeder haben,
ohne sie da fehlte was!
Man hätt keine Phantasien,
Nächte wärn meist öd und blass.
 
Träume lassen Dich erholen
von so manchem Alltagsstress.
Nach ein ein wenig Seelen - Urlaub
raff dich auf und sage " Yes!"
 
Manchmal gibt´s halt miese Zeiten,
da hilft dann auch kein Gestöhn;
läuft ein Tag mal richtig düster,
träum ihn dir ganz einfach schön!
© Norbert van Tiggelen

 

Bleib so wie Du bist!

Ganz egal, wie Du auch aussiehst - ob dick, ob dünn, ob groß, ob klein:
Wesentlich ist nicht der Körper, wichtig ist das Herz allein.
Will man Dich auch noch verbiegen, was natürlich Unrecht ist,
stehe treu zu Deinem Ego, sei ganz einfach der Du bist.
Grade die, die an Dir zerren, haben oftmals keinen Stil,
spotten darum über andre, sie zu kränken ist ihr Ziel.
© Norbert van Tiggelen

 

 

Rente mit 90

Mit neunzig in den Ruhestand –
wo liegt denn das Problem?
Die Rollatoren führen uns,
das schaffen wir bequem!

Das Wasser in den Beinen platscht
bei jedem unsrer Wege;
das Herz pocht wie ein Bassreflex
so laut und auch so rege.

Sind die Ohren noch so taub,
wir sehen es gelassen;
wenn wir den Pausen-Gong nicht hör’n,
wird uns der Chef nicht hassen.

Wir lutschen unser Frühstücksbrot,
natürlich körnerfrei,
zum Mittag gibt es bei uns Mus
aus Möhrenstampf und Brei.

Ist der Blutdruck noch so hoch
wir werden’s überleben;
wir wollen doch für unsren Staat
das Allerletzte geben!

Wir leisten täglich unbeschwert,
als sei’s die erste Schicht,
und pfeifen dabei noch ein Lied
trotz Zahnersatz und Gicht.

Und sollte es mal doch so sein,
dass wir schon eher krepieren;
so hat der Staat sein Ziel erreicht
und wird dann triumphieren.

Denn die Moral von der Geschicht‘
begreift man doch im Nu:
Wer lange wirkt, der kneift gewiss
sein A….loch zeitig zu.

©Norbert van Tiggelen

Bleib beständig!
Manche mögen dich deswegen,
weil du so bist wie du bist.
Gerade aus und unparteiisch,
ehrlich ohne Hinterlist.
 
Doch es wird auch Seelen geben,
die dich hassen wie die Pest.
Sie tun dieses, weil ganz einfach -
du dich nicht verbiegen lässt.
@ Norbert van Tiggelen
Rückgrad!
 
Rückgrad, das ist eine Tugend,
die nicht wirklich jeder kennt.
Dort massiv für andre einsteh´n -
helfen wo es wirklich brennt.
 
Seinen Mund mal aufzumachen,
dort, wo es grad dringend ist;
einem Freund die Hände reichen,
ehrlich ohne Hinterlist.
 
Einen Kameraden schützen,
unbeirrt mit breiter Brust,
mit ihm durch die Hölle gehen,
ohne Rücksicht auf Verlust.
© Norbert van Tiggelen

Späte Einsicht!

 

War für viele Menschenseelen
jemand, auf den konnt’ man zählen,
ganz egal, wo es grad brannte -
ich nur Hilfsbereitschaft kannte.

Dann bemerkte ich mit Kummer:
Der, der hilft ist meist ein Dummer;
denn war ich mal in Bedrängnis,
wurd’ mir dies gleich zum Verhängnis.

Ausgenutzt und auch geprellt
wurd ich oft auf dieser Welt.
Doch so sind halt manche Leute

Gott sei Dank
begreif ich’s heute!

Tauchurlaub!

 

Bald werd’ ich mir etwas gönnen,
wovon ich schon lange schwärm’:
einen Urlaub
mit viel Wasser
ohne Stress und ohne Lärm.

Unterwasserwelt erkunden
mit `nem Schnorchel und viel Luft;
Boxershorts und Taucherbrille,
reichen mir als Badekluft.

Teuer wird es auch nicht werden,
hab’ mich da schon schlau gemacht.
Brauche keine teuren Tickets
oder gar Touristentracht.

Hier direkt in meiner Nähe

ist ein Baggerloch - wie toll!
Das ist nach dem vielen Regen
sicher schon seit Tagen voll.

 

© Norbert van Tiggelen

Standfest
 
ne Wirbelsäule hat ein jeder,
das ist doch wohl sonnenklar.
Sie dient dazu, dich zu stützen,
Tag für Tag und Jahr für Jahr.
 
Rückgrat aber, das ist komisch,
haben nicht mehr viele Leut,
weil man leider immer öfter
eine eigne Meinung scheut.
 
© Norbert van Tiggelen

Standfestigkeit!

 

Höre nicht zu viel auf andre,
oftmals reden sie nur Müll;
dort, wo viele Menschen
weilen
wird gequatscht in Hüll' und Füll'.

Bild dir deine eigne Meinung,
geh’ den Dingen auf dem Grund!
schließe nicht mit diesen Heuchlern
einen schier gemeinen Bund!

Irgendwann wirst du erkennen,
dass die Brut sich widerspricht.
Weil du mutig hinterfragt hast,
kommt ins Dunkle endlich Licht.

Einer wird sich dann bedanken,
jemand, der dich ganz hoch schätzt;
dafür, dass du nicht wie andre -
über ihn nur Lügen schwätzt.

 

© Norbert van Tiggelen

 
Jetzt beginnt ein neues Leben!
 
Schluss mit Blicken die sich neigen!
Willst Du wirklich immer schweigen?
Nimm doch endlich Haltung an,
bist gewiss kein Hampelmann.
 
Hast jetzt lang genug geduckt,
wurdest dafür noch bespuckt,
es wird Zeit, sich mal zu wehren,
um so manchen Zank zu klären.
 
Lass Dich nicht mit Dreck bewerfen,
geht Dir lang schon auf die Nerven.
Irgendwann, da reicht es mal,
gebe jetzt ein Startsignal!
 
Schau den Gegnern ins Gesicht,
kämpfe und versteck Dich nicht.
Zuversicht sei Dein Bestreben,
jetzt beginnt ein neues Leben.
 
© Norbert van Tiggelen

 

Rentenalter
 
Warum quält man alte Menschen
mit der Arbeit in den Tod?
Schickt sie früher Richtung Rente
und nicht mit dem Gnadenbrot!
 
Es gibt viele junge Leute,
die schon lang sind arbeitslos:
führen oft ein Lotterleben,
ohne Schwung und ohne Moos.
 
Hand aufs Herz, seid doch mal ehrlich:
hat das Leben einen Sinn,
wenn Du schuftest nur mit Schmerzen
bis zu Deinem Grabe hin?
 
Etwas Leben will ein jeder,
auch im Alter lang und nett,
will nach seinem langen Schaffen
nicht sofort aufs Sterbebett.
 
© Norbert van Tiggelen

Einfach mal so.

 

Einfach mal so möcht ich Dir sagen,

konnt mich mit Dir niemals beklagen.

Warst immer ehrlich und ebenso treu,

auf jede Stunde mit Dir ich mich freu.

 

Einfach mal so sollst Du jetzt wissen,

ganz ohne Dich würd ich was vermissen.

Ich mag Deine Nähe, bei Dir bin ich gern,

Dich zu enttäuschen, das liegt mir fern.

 

Einfach mal so will ich Dich preisen,

Du bist im Feuer mein heißestes Eisen.

Dass wir ein Team sind, macht mich ganz froh,

Drum sag ich jetzt Danke .. einfach mal so!

 

© Norbert van Tiggelen

 
 
Einsamkeit ist kein Geschenk
 
Jetzt zum Feste bin ich manchmal
mies gelaunt und nicht gut drauf.
Denn ich mache mir Gedanken
und mich plagt so manch Schluckauf.
 
Es gibt Menschen ohne Wohnsitz,
kalte Bänke sind ihr Heim.
Frieren, während andre speisen,
halten ihre Not geheim.
 
Knder die in Heimen leben,
würden gern zuhause sein.
Ihre Eltern interessiert´s nicht,
ist das Leben nicht gemein?
 
Greise, die in Altersheimen
müde und gebrechlich sind.
Keiner, der sie hegt und tröstet,
nicht einmal das eigne Kind.
 
Darum sage ich Dir eines,
sei nun ehrlich und bedenk:
Viele Menschen sind jetzt traurig -
Einsamkeit ist kein Geschenk.
 
©Norbert van Tiggelen
Freundschaft!
 
Freundschaft ist ein langer Pfad,
den man gemeinsam geht,
es kann durchaus ein Leben sein,
wenn man sich gut versteht.
 
Freundschaft heißt einen Weg zu gehen,
nicht nur an hellen Tagen,
man muss auch durch manch dunkle Zeit,
wenn Schatten überragen.
 
© Norbert van Tiggelen

 

Verkehrte Welt!
 
Offenheit, Entgegenkommen, Mitgefühl und
Menschlichkeit, damit erntet man oft Tritte,
sorry Leute tut mir leid.
 
 Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft,
bringen Dir nicht selten Lohn.
Ausgenutzt wird meist der Gute -
Undank ist der Welten Lohn.
 
Mit Betrug und Ellenbogen,
Arglist, Schmach und Heuchelei
kommst Du voran oft im Leben.
Ist das nicht´ne Schweinerei.
 
Vorurteile und Gerede
sind inzwischen sehr begehrt.
Lügnern glaubt man ihre Reden -
Mann, was ist die Welt verkehrt.
 
© Norbert van Tiggelen

 

Denkfehler!

 

Fehler macht ein jeder mal

es ist ganz menschlich und normal.

Niemand von uns ist perfekt -

wäre auch verdammt suspekt.

 

Eine wahre Kunst hingegen

und zudem ein großer Segen

ist es, sie nicht zu bestreiten

und auf andre abzuleiten.

 

Wer seine Fehler von sich weist

hat erstens einen schwachen Geist

und zweitens was er nicht bedenkt

er die Schuld auf andre lenkt.

 

© Norbert van Tiggelen

 

 

Tierliebe!

 

Wenn ich manche Menschen sehe,

meide ich prompt ihre Nähe;

zählt auf dieser schlechten Welt

wirklich nur noch Ruhm und Geld?

 

Höre ich sie dann auch spotten

und das meist in großen Rotten,

wird der Gute schlecht gemacht

und zudem noch ausgelacht.

 

Ihre stolz erschaffnen Regeln,

Schwache aus dem Leben kegeln,

und dazu noch ihre Gier -

lieb ich umso mehr das Tier!

 

© Norbert van Tiggelen

Schämt Euch!!!


Jahrelang der treuste Kumpel,
der nie von der Seite wich.
Nun kriegt er zum Dank der Treue
einen ganz brutalen Stich.

 

Jetzt zur Urlaubszeit, wie schade,
ist er nutzlos und im Weg.
Darum wird er ausgestoßen
ihm entzogen jede Pfleg!

 

Hund sein ist nicht immer einfach,
ganz speziell in diesem Fall.
Wie könnt ihr ein Tier aussetzen -
sagt mal, habt ihr keinen Knall?
Norbert van Tiggelen
7/2014

 
Respekt!
 
Respekt bedeudet Menschen nehmen,
wie sie nun mal halt so sind,
ganz egal ob Schwarzer, Weißer, Mannsbild,
Dame oder Kind.
 
Toleriere auch den Schwachen,
irgendwann ist er mal stark,
warst Du zu ihm fair und ehrlich,
trifft er Dich niemals ins Mark.
 
Habe Achtung vor dem Fremden,
andrer Leute Hab und Gut,
spiele nicht mit dessen Eigen,
um zu zeigen Deinen Mut.
 
Darum sage ich Dir eines,
schaff` Dir keine schwere Last:
Gehe um mit Deiner Mitwelt,
wie Du´s selber gerne hast.
 
© Norbert van Tiggelen
 
Wahrheitsgetreu!
 
 Meine Eltern sagten immer:
Kind, Du musst stets ehrlich sein.
Dann wirst Du in den Himmel kommen,
denn Dein Geist ist brav und rein.
 
Dieses nahm ich mir zu Herzen,
doch ich mußte oftmals spüren,
andre kamen meistens weiter,
mit Getratsche und Allüren.
 
 
Auf der Strecke blieb ich häufig,
weil ich oft zu deutlich war.
Hatte gegen mich nicht selten
Menschen, meist in großer Schar.
 
Trotzdem will ichmich nicht ändern,
ich kann zu Gesagtem steh´n
und beim Blick in einen Spiegel
freudig in die Augen seh´n!
 
© Norbert van Tiggelen
Schmetterlingstöter!
 
Sie wollte keinen Schönling,
ein´ Mann der sie versteht,
einen der ihr beisteht,
egal, wohin sie geht.
 
Dann plötzlich stand er vor ihr,
der Traum von einem Mann,
sie konnte sich nicht wehren,
ihr seelenflug begann.
 
Er mimte stets den Weisen,
das ungetrübte Licht,
doch dass es nur gespielt war,
ahnte sie noch nicht.
 
Je mehr sie sich verliebte,
jeh enger wurd´sein Strick,
er kündigte die Freundschaft
und brach ihr das Genick.
 
Nun ist sie ganz alleine,
verletzt ihr Schneckenhaus,
all den bunten Schmetterlingen,
riss er brutal die Flügel aus.
 
©  Norbert van Tiggelen

 

Unkraut!
 
" Unkraut" ist mein Name
und darauf bin ich stolz.
Bin einfach unverwüstlich,
trotzdem aus gutem Holz.
 
Dort, wo man mich beseitigt,
da spries ich wieder aus.
Ich brauche keinen Reichtum,
kein Sein in Saus und Praus.
 
Ich sage stets die Wahrheit,
klingt sie auch manchmal hart.
Ist besser als zu heucheln,
das ist nicht meine Art.
 
Drum werd ich oft gemieden,
doch ich nicht dran zerbrach.
Egal wo man mich rausreißt,
ich wachse wieder nach.
 
© Norbert van Tiggelen
Zu kämpfen bereit!
 
Ein bischen mehr Freude
statt Trauer und Leid,
dann hätte manch Seele
ein farbiges Kleid.
 
Ein bischen mehr Einklang
statt Hader und Fehde,
dann wäre von Feinschaft
wohl kaum noch die Rede.
 
Ein bischen mehr Rücksicht
statt Kühnheit und Lügen,
dann hätt`auch ein Schwacher
am Leben Vergnügen.
 
Ein bischen mehr Frieden
statt Sturheit und Krieg,
es wär für die Menschheit
ein mächtiger Sieg.
 
Ein bischen mehr Wärme
statt Kälte und Hass,
dann wären die Farben
des Alltags nicht blass.
 
Ein bischen mehr Güte
statt Raffgier und Neid,
dann wären mehr Menschen
zu kämpfen bereit.
 
© Norbert van Tiggelen
Zauberworte!
 
Oft sitz ich da und grüble
über uns´re schlimme Zeit,
ein nettes Wort besiegle,
so manchen dummen Streit.
 
Doch meist sind wir zu stur,
um diese zu gebrauchen,
und ziehen´s einfach vor,
in Sturheit abzutauchen.
 
Da gibt es doch das " Danke,"
was Freude meist enthüllt,
ein Wort, welches ein jeder kennt,
den Tag mit Freude füllt.
 
Dann wär da noch das " Bitte,"
ein wunderbares Wort,
mit diesem kommst Du oft ans Ziel
egal an welchem Ort.
 
Zum Schluss da gibt´s noch eins,
bedeutet " Tut mir leid"
es heißt einfach Entschuldigung,
ich bin zur Reu´ bereit.
 
Kannst Du mit diesen Worten,
ohne Qual umgehen,
dann ist es für Dich kein Problem,
im Leben zu bestehen.
 
© Norbert van Tiggelen
Eigene Unzufriedenheit!
Unter uns gibt´s manche Seele,
die sich selbst nicht leiden kann
Darum starren sie auf andre,
dichten denen Schlechtes an.
 
 Dein Erfolg, den Du erreichtest,
der ist ihnen gar nicht recht,
macht ihr Leben unerträglich -
darum machen sie Dich schlecht!
 
 © Norbert van Tiggelen 2013

 

 Lass sie doch!
Lass sie lästern, lass sie lachen,
lass sie sich Gedanken machen,
über Dich ihr Maul zerreißen -
mußt halt auf die Zähne beißen.
 
Diesen Leuten gehts nicht gut,
denn sie haben kaum den Mut,
so zu sein, wie Du es bist -
Ehrlich ohne Hinterlist.
 
Sie erliegen ihren Lügen,
müssen sich gar selbst betrügen,
haben weder Kreuz noch Stolz,
sind halt nicht aus gutem Holz.
 
Nicht umsonst ist ihr Gerede,
über Dich, Du alter Schwede.
Du bist halt was richtig tolles -
etwas ganz Bedeutungsvolles.
 
© Norbert van Tiggelen.

 

Vergebung!
 
Fehler machen wir alltäglich,
ganz egal ob Frau ob Mann.
Keiner von uns ist vollkommen,
niemand dies bestreiten kann.
 
Oftmals gehen wir mit Menschen,
kalt und heftig ins Gericht.
Tief in unserer Enttäuschung,
wägen wir das Strafmaß nicht.
 
So entstehen häufig Kriege,
die nicht hätten müssen sein.
Darum sollte man dem Nächsten,
einfach mal ganz lieb verzeih´n.
 
Doch zum Schluss noch einen Tadel,
dieser Satz hat oft Gewähr:
" Wenn sich Fehler wiederholen,
fällt auch das Vergeben schwer."
 
© Norbert van Tiggelen

 

Ich bereue!
 
Ich bereue nicht mein Leben,
nein, das wäre wohl verkehrt.
Ich bereue meine Umsicht,
sie hat mir oft Frust beschert.
 
Viel zu oft ist es geschehen,
dass man mich hat nur benutzt.
Brauchte ich mal selber Hilfe,
stand ich da und war verdutzt .
 
Keinen Halt von lieben Leuten,
für die ich mich hab bemüht.
Hab erlitten Schmerzensstunden,
denn die Finger war´n verbrüht.
 
Viel zu oft in meinem Leben
stießen sie mich in ihr Schwert.
Zuviel Zeit hab ich vergeben,
denn sie waren es nicht wert.
 
© Norbert van Tiggelen

 

Muss ich?

 

Muss ich heucheln oder schwätzen,

über andre Menschen hetzen?

Dazu neiden und auch lügen,

meinen Nächsten stets betrügen?

 

Muss ich mit dem Strome schwimmen

und gehören zu den Schlimmen,

die mit wahrlich schlechten Regeln,

Seelen aus dem Leben kegeln?

 

Muss ich meine Gunst verstecken,

um nicht ewig anzuecken?

Mich des Helfens wirklich schämen

und von schlechten Zungen zähmen?

 

Muss ich mich am Ende fragen,

ob sie gut war´n diese Plagen

dass ich meistens ehrlich war -

ist die Welt nicht sonderbar?

 

© Norbert van Tiggelen

      Unglücksrabe!
 
Wenn es mir mal schlecht geht,
kenn ich kein langes Klagen,
denn mir ist stets bewußt,
wie Menschen sich oft plagen.
 
 Die Einen leiden Hunger,
die Anderen sind krank,
mabche schlafen jede Nacht,
im Park auf einer Bank.
 
Es gibt auch Erdenbürger,
die haben keinen Frieden,
weitere sind alt und schwach,
drum werden sie gemieden.
 
Mir wird dann völlig deutlich,
wie gut es mir doch geht
und dass - was ganz wichtig ist -
der Herrgott zu mir steht.
 
Drum lasst Euch von mir sagen,
ich weiß es klingt sehr trist:
dass so manch ein andrer Mensch,
ein Unglücksrabe ist.
 
© Norbert van Tiggelen
 
Träume kosten nichts!
 
Wenn es mir nicht gut geht
dann lehn`ich mich zurück,
ich schließe meine Augen
und such`mein Seelenglück.
 
Ich träume dann von Dingen,
die es für mich nicht gibt.
Die jedoch so mancher Mensch
von ganzem Herzen liebt.
 
Ich fliege in Gedanken
zu einem fremden Ort.
Dort ist das Geld ausgeben
mein schönster Lieblingssport.
 
Ich fahr ein schnelles Auto
und hab´nen Swimmingpool.
Mein komfortables Eigenheim,
das findet jeder cool.
 
Mein Motorad glänzt prächtig,
die Jacht liegt stolz im Hafen,
auf meinem sanften Wasserbett
leg ich mich gern zum schlafen.
 
Zum Schluss will ich erklären
den Sinn dieses Gedichts:
Entspann in Deiner Phantasie 
denn Träume kosten nichts.
 
© Norbert van Tiggelen

 

    
Nur Leben!
 
Das was ich hier in diesem Land,
wohl nie begreifen werd,
ist das, dass mancher Mensch sich hier,
doch gnadenlos beschwert.
 
Wenn wir mal ganz ehrlich sind,
dann müssen wir doch sagen,
dürfen wir uns eigentlich,
wirklich nicht beklagen.
 
Im Gegensatz zu and´ren Ländern,
haben wir hier Rechte,
auf Meinungsfreiheit, Religion,
sind nicht des Herrschers Knechte.
 
Wenn Du schnell mal Knete brauchst,
und willst dafür nicht schaffen,
dann gehst Du halt zum " Sozi, "
denn Steuern zahl´n die Affen.
 
Wir können mächtig froh sein,
in diesem Staat läuft´s eben,
doch leider wird er ausgenutzt,
von Menschen die "Nur Leben."
 
© Norbert van Tiggelen

Alltagsglück!

 

Ein Sonnenstrahl am Morgen,

ein Licht in dunkler Nacht,

ein Gruß von einem Freund,

ein Kind, das herzlich lacht.

 

 

Ein sternenklarer Himmel,

ein Farbklecks an der Wand,

ein Blümchen in der Mauer,

ein Klee am Strassenrand.

 

 

Kein Geld kann es ersetzen,

kein Gold bringt es zurück,

wie wichtig ist im Leben,

des Alltags kleines Glück.

 

© Norbert van Tiggelen

Kleine Schritte!
 
 Kleine Schritte sind oft mühsam,
man erreicht meist spät das Ziel.
Aber man mit großen Sprüngen
oft schon auf die Nase fiel.
 ©Norbert van Tiggelen
Bleib so wie Du bist!
 
Ganz egal wie Du auch aussiehst
ob dick, ob dünn, ob groß ob klein:
Wesentlich ist nicht der Körper,
wichtig ist das Herz allein.
 
Will man Dich auch noch verbiegen,
was natürlich unrecht ist,
stehe treu zu Deinem Ego,
sei ganz einfach, der Du bist.
 
Grade die, die an Dir zerren
haben oftmals keinen Stil,
spotten darum über andre,
sie zu kränken, ist ihr Ziel.
 
© Norbert van Tiggelen.
Schutzengel!
 
Ich schick Dir einen Engel,
der Dich stets bewacht,
der mit Dir ein Tränchen weint,
aber auch mal lacht.
 
Ich schick Dir einen Engel
der sich um Dich sorgt,
der Dir wenn Du ratlos bist,
gern sein Ohr mal borgt.
 
ich schick Dir einen Engel,
der Dich innig liebt,
der mit seinem Flügelschlag,
Dir wieder Hoffnung gibt.
 
© Norbert van Tiggelen.
 
 
Herbstfluch!
 
Laubsauger die ständig dröhnen,
die das Blattwerk von uns föhnen;
Regen peitscht mir ins Gesicht,
dicke Kleidung wird zur Pflicht.
 
Rutschpartien auf feuchtem Laub,
Minusgrade - Hände taub;
Stürme sind der Haarpracht Fluch -
sinnlos der Friseurbesuch.
 
Äste in den Fahrradspeichen
Fische lustlos in den Teichen;
Schmerzen in so manchem Glied,
Wind heult jede Nacht sein Lied.
 
Nebel lässt mich nicht weit sehen,
schon am Morgen nerven Krähen;
ab und zu nur Sonnenschein -
Herbst, Du kannst so grausam sein!
 
© Norbert van Tiggelen
 
 
 

 

Einigkeit und Recht und Armut!

 

Preise steigen, Löhne ärmlich - Deutschland, was ist mit Dir los?

Deine Bürger sind verzweifelt, klagen über wenig Moos.

Spendest Geld an ferne Länder und vergisst Dein Fleisch und Blut.

Hier gibt´s eine Menge Menschen, denen geht es gar nicht gut.

Kraftstoff, Mieten, Lebensmittel, Nikotin und Alkohol,

werden unerschwinglich teuer, wer fühlt sich bei Dir noch wohl?

Zahnersatz wird unbezahlbar, ebenso die Medizin.

Wer hier krank ist, muss oft leiden - sag,

wo führst Du uns bloß hin?

 

© Norbert van Tiggelen

Traurig aber wahr!
 
Du machst Dir Gedanken, warum man Dich hasst,
wieso vielen Menschen Deine Nase nicht passt.
Du warst immer ehrlich und stets geradeaus.
Man dankte mit Tritten statt Lob und Ablaus.
 
Du gingst Deine Wege zur Not auch allein
und machtest Dich niemals vor anderen klein.
Ich kann Dir jetzt sagen, wo oft drückt der Schuh:
Man sieht Dich als Vorbild - doch niemand gibt´s zu.
 
© Norbert van Tiggelen 2013

Ehrlichkeit

 

Was zählt in uns’rer schlechten Zeit,

ist sicher nicht die Ehrlichkeit.

Sagst Du die Meinung und bist offen,

sind die Menschen meist betroffen.

 

Sie können Wahrheit nicht vertragen,

belügen sich an vielen Tagen.

Sind Sie dann mal ganz alleine,

merken Sie die kurzen Beine.

 

Schlecht steht das Gewissen dar,

nur weil der andre Ehrlich war.

und  er sie nicht vertragen kann,

hängt man „DIR“ die Lügen an.

 

Was für mich zählt, ist Ehrlichkeit,

und nicht  diese Verlogenheit,

ich mag es wenn man Wahrheit spricht,

es sollte sein eines jeden Pflicht.

 

© Norbert van Tiggelen

 

Frauenpower!

 

Frauenpower heißt zu handeln,

wo es sich zu handeln lohnt.

Tief im Herzen eine Dame,

aber auch `ne Hexe wohnt.

 

Frauenpower, heißt zu gehen,

wenn es sein muß, durch die Wand.

Würdevoll mit ganzem Herzen,

aber auch mit dem Verstand.

 

Frauenpower heißt, zu jauchzen,

auch wenn´s mal zum Heulen ist.

Immer wieder neu beginnen,

und sich beugen keiner Frist.

 

Frauenpower heißt ,zu kämpfen,

scheint es zwecklos, umso mehr.

Immer wieder aufzustehen,

ist es manchmal noch so schwer.

 

© Norbert van Tiggelen

Männer!

 

Männer wollen was bewegen,

packen zu mit festem Griff,

scheuen sich nicht vor Gefahren,

retten oft das sinkend`Schiff.

 

Männer wollen sich beweisen,

messen sich beim Kraftvergleich.

Der Verlierer wird verspottet,

denn er ist halt viel zu weich.

 

Männer wollen dirigieren

und zumeist der Führer sein

lassen sich kaum überzeugen,

würde schaden ihrem Schein.

 

Männer sind jedoch auch anders:

zärtlich, warm und liebevoll;

zeigen es doch oft nicht gerne,

das macht sie geheimnisvoll.

 

© Norbert van Tiggelen

 

Entschuldigung!

 

Dieses Wort hat Zauberkräfte,

seine Macht wird oft verkannt.

Nach Gebrauch von diesem Ausdruck,

war manch Streit im Nu verbannt.

 

Drum benutze dieses Wörtchen

nicht erst dann wenn nichts mehr geht.

Sag " Verzeih mir!" schon viel früher,

dass erst gar kein Streit entsteht.

 

©Norbert van Tiggelen

Geradeaus sein!

 

Menschen, die meist geradeaus sind,

haben´s manchmal richtig schwer.

Denn bei ihnen stoßen Heuchler

größtenteils auf Gegenwehr.

 

Wehrlos mit dem Strom zu treiben,

das liegt ihnen ganz weit fern.

Aufrecht geh´n und Zähne zeigen

ist für sie des Lebens Kern.

 

Weil sie einen Standpunkt haben,

schätzt man sie als schwierig ein.

Doch im Grunde ihres Herzens

sind sie treu, gerecht und rein.

 

Würd´es mehr von ihnen geben,

würd´s der Welt wohl schaden nicht;

denn wo Kritik wird geäußert,

ist auch Besserung in Sicht.

 

© Norbert van Tiggelen 2013

Klartext

Ich sage, was ich denke,
egal ob’s andre stört;
hab mit meiner Ehrlichkeit,
schon manchen Mensch empört.

Für mich ist Reinheit wichtig,
dass man mich klar versteht.
Ich hasse es wenn ich bemerk,
dass man mein Wort verdreht.

Ich muss natürlich sagen,
es war nicht immer leicht,
denn mein oft so guter Rat
hat kaum ein Hirn erreicht.

Doch eins könnt ihr mir glauben,
ich bleib so, wie ich bin!
Lügen, um beliebt zu sein,
kommt mir nicht in den Sinn.

©Norbert van Tiggelen
Tritt in den Arsch

Hast immer geholfen,
wo es gebrannt,
von Dir hat man immer,
nur Güte gekannt.

Ging’s anderen mies,
warst Du stets bereit,
man kannte Dich immer
als ein treues Geleit.

Waren die Sorgen
der and’ren Geschichte,
da machte man Dich
mit Lügen zunichte.

Das Ende vom Lied
stimmt traurig und harsch:
Der Dank dafür ist
Ein Tritt in den Arsch!

© Norbert van Tiggelen

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