"8. März Weltfrauentag!"
 

Wie war das so vor 100 Jahren,

als Frauen noch, nur Frauen waren,

kein Wahlrecht hatten, sich kaum spürten

und doch das Leben eisern führten.

Sie lebten in Bescheidenheit,

trugen ganz schlicht ein graues Kleid.

Ein Tuch tarnte den klugen Kopf

und in der Hand der Suppentopf.

Ich denk an Mutter nun zurück,

und frag mich, was war denn ihr Glück,

war sie zufrieden wie es war,

beglückte sie die Kinderschar?

Sie musste fragen stets ums Geld,

bekam es dann noch vorgezählt.

Im Blick lag Demut und auch Scham,

weil alles nur von Vater kam.

Die Tränen seh ich heute noch,

wenn sich der Kopf im Arm verkroch,

als Kind stand hilflos ich dabei

und spürte, nichts an ihr war frei.

Viel später ist sie aufgewacht,

hat aus sich eine Frau gemacht,

die zeigte, dass auch sie was kann

und nicht nur lebt für ihren Mann.

Gelächelt hab ich über sie,

von Stolz erfüllt war ich fast nie.

Sie war halt nichts als eine Frau,

ein bisschen dumm und nicht sehr schlau.

Mein Gott was tut es mir so weh,

wenn ich vor ihrem Bild heut steh,

sie war nicht dumm, sie war nur schlicht,

machte sich selbst zum kleinen Licht.

Vererbt hat sie wohl diese Art,

innen ganz weich, nach außen hart,

ein Lächeln bebt um meinen Mund.

Verehrung zu, zu später Stünd.

Noch gibt es diese braven Frauen,

die nur auf ihre Männer bauen,

den Blick in Demut zu ihm richten

und auf ihr eignes Ich verzichten.

Und wieder legt ein Lächeln sich,

um mein heut so erfahr nes Ich,

wenn ich mein Nachbarkind nun seh

und voller Stolz dann vor ihr steh .

Dann weiß ich, er ist gut ihr Weg,

sie geht ihn tapfer ohne Steg

Sie ist für mich die neue Frau,

mein Vorbild, lieb und auch noch schlau.

 

© Ute AnneMarie Schuster 8.3.2011

Mama

Du hast uns geliebt,
dir Sorgen gemacht,
vor Kummer um uns auch geweint,
jetzt sitzen wir hier,
mit Tränen im Blick,
Geschwister - ganz friedlich vereint.

So alt schaust du aus,
das seh´ ich es erst heut,
dein Haar ist von traurigem Grau,
ganz leer ist dein Blick,
die Augen sind müd,
einst waren sie sternklar und blau.

Der Schmerz frisst mich auf,
ich wärm deine Hand,
rau ist sie wie Schmirgelpapier.
Verzeih mir Mama,
zu lang war ich blind,
heut seh´ ich mich endlich in dir.

Bin dankbar und stolz,
dir ähnlich zu sein,
hab lang mich dagegen gewehrt.
Fast ist es zu spät
Ins Ohr dir zu sagen
„Ja Mama, ich hab dich verehrt!“

Als Kind war ich dumm,
und später doch auch,
ich schämte mich deiner, o ja
Dein Blick sagt mir nun,
dass du mir verzeihst
nun sind wir uns endlich ganz nah.

Das Ende es kommt
der Abschied tut weh,
noch schlagen die Herzen synchron,
Doch an deinem Bett,
da lauert der Tod,
er geifert und lacht voller Hohn.


Vaters Garten

 

Wie lang ist es her, dass Vater ihn fegte,
den Weg, der das kleine Häuschen umschloss,
wie lang ist es her, dass er Mutters Rosen,
mit Kanne und Liebe und Wasser begoss?

Wie lang ist es her, dass er dort im Garten,
Erde mit silbernem Spaten umstach,
am Abend, wenn wir Kinder, längst schliefen,
der Mutter, ein einzelnes Röschen abbrach.

Wie lang ist es her, dass ich dort verweilte,
im Gras unterm Baum, nach Wunschträumen griff,
wenn ich zu lang in den Träumen verweilte,
der Vater auf Daumen und Ringfinger pfiff.

Wenn ich heut' denke, dass es Mutters Garten
niemals der Garten vom Vater mir war,
dann plagt mich ein kleines schlechtes Gewissen,
dann wird mir der Wert seiner Arbeit erst klar.

Er sägte und hackte, pflegte die Beete,
kam mal ein Meischen, dann war das sein Glück,
doch wagte ein Spatz sich zwischen die Kirschen
dann pfiff er ganz schrill und sie flogen zurück.

Er war grade achtzig, als ich ihm dann sagte:
"Vater, was soll das, gib den Garten doch ab."
Er weinte mit Mutter und tat wie geheißen,
im gleichen Jahr grub man für beide ein Grab.

 

© Ute AnneMarie Schuster - 2014

 

Und manchmal schenkst du Träume,

auch mitten in der Nacht,

ganz wunderschön und leise,

von Engeln überbracht.

 

Dann wieder bringst du Tränen,

du fragst nie nach der Zeit,

spielst achtlos mit Gefühlen,

manchmal gehst du zu weit.

 

Doch meistens ist es Sehnsucht,

die mir das Herz zerbricht.

Ich sollte dich vergessen,

egal was für dich spricht.

 

Und manchmal hab ich Hoffnung,

du bleibst für immer hier,

doch wird sich´s nie erfüllen,

denn du gehörst ja ihr.

 

© Ute Annemarie Schuster

Friedlich ist die Welt am Morgen!
 
Und am Himmel lacht die Sonne
und dein Herz das lacht wohl auch,
kleiner Tiger schützt ein Mäuschen,
vorn am Eck da blüht ein Strauch.
 
Und am Himmel lacht die Sonne
und die Welt scheint heut so rein,
traurig fragt ein kleines Mädchen.
kann es denn nicht stets so sein?
 
Und am Himmel lacht die Sonne,
flüstert leise zu dem Kind:
sei nicht traurig kleines Mädchen,
manchmal weht ein rauer Wind.
 
Und im Baum da sitzt ein Vogel
und er singt so laut er kann
und im Gras der kleine Tiger,
hört sich dieses Liedchen an.
 
Und er weiß, dass er wohl könnte
und er denkt darüber nach,
wie es wäre den zu fressen,
der sein Herz ein bischen brach.
 
Und er lässt den Vogel singen
und dann schläft er friedlich ein.
Tief in mir hör ich das Mädchen ..
kann es denn nicht stets so sein?
Oktober - bunt

Sieh dort die letzten Blumen grüßen,
ihr Haupt wiegt tränenschwer im Wind.
Die Blütenblätter Dir zu Füßen,
noch schöner als ein Teppich sind.

Die Blütenblätter Dir zu Füßen,
sie rascheln laut wie Goldpapier.
Kein Monat kann so herrlich grüßen,
mit bunt gemalter Farbenzier.

Kein Monat kann so herrlich grüßen,
kein andrer tobt und schmeichelt so.
Nur er legt Dir das Gold zu Füßen,
und macht Dein Herz unendlich froh.

Nur er legt Dir das Gold zu Füßen,
spinnt Silberfäden in Dein Haar.
Sanft lässt er Birkenzweige grüßen,
manchmal da flüstern sie sogar.

Sanft lässt er Birkenzweige grüßen,
dem Bach bringt er das Sprechen bei,
Oktoberherz liegt Dir zu Füßen,
doch geht der Zauber schnell vorbei.

© Ute AnneMarie Schuster
Das innere Kind!

Hinter den Lippen ein einziger Schrei,
bittere Tränen doch nichts ist vorbei.
Kummer sitzt tief im einsamen Kind,
Altlasten sind es, so flüstert der Wind.

Hinter den Augen ein tobender Bach,
einzelne Träne durch Wimpern sich brach.
Kummer sitzt tief im einsamen Kind,
Altlasten sind es, so flüstert der Wind.

Kummer sitzt tief im einsamen Kind,
verjag ihn ganz schnell, so flüstert der Wind
dann nimm ihn ein letztes Mal in den Arm,
drück ihn an Dein Herz und Dir wird gleich warm.

Was bist Du so klug, Du flüsternder Wind,
Du zeigtest mir heut mein inneres Kind.
Ich reich ihm die Hand und wiege es jetzt
Ich ahnte doch nicht, wie schwer es verletzt.
Der Spiegel

Ich steh vor dir und schau dich an,
weiß nicht was ich grad suche.
Des Lebens Linien les ich dann,
grad wie in einem Buche.

Verflogen ist die Jugendzeit,
sie ist schon lang dahin.
Doch ehrlich, ich hab nichts bereut,
denn alles hatte Sinn.

Du sagst, die Jahre zählen nicht,
ich hätt sie gut gelebt.
Wenn auch nicht alles für mich spricht,
so ist`s noch nicht zu spät.

Den Blick in dich, den ich gegönnt,
mir nur für den Moment,
der hat mich grade sehr verwöhnt,
ich nehm`s als Kompliment.

Nein, nicht die Eitelkeit sollt siegen,
o nein, das wäre wirklich klein.
Du sagst ich soll mich nicht verbiegen,
ich soll mit mir zufrieden sein.

Ich danke dir für diese Zeichen,
seh mich nun im rechten Licht,
stell grade mir die neuen Weichen,
denn mehr als Liebe brauch ich nicht.
 

© Ute Anna Marie Schuster
Hier das Gedicht nochmal als Präsentation mit wunderschönen Bildern versehen!

Powerpoint-Datei: Der Spiegel
zum Kopieren: http://Wolfi.bei.funpot.net/d.php?id=0a8e8465193ca119

Zum Weltfrauentag - am 8. März

Wie war das so vor 100 Jahren,
als Frauen noch, nur Frauen waren,
kein Wahlrecht hatten, sich kaum spürten
und doch das Leben eisern führten.

Sie lebten in Bescheidenheit,
trugen ganz schlicht ein graues Kleid.
Ein Tuch tarnte den klugen Kopf
und in der Hand der Suppentopf.

Ich denk an Mutter nun zurück,
und frag mich, was war denn ihr Glück,
war sie zufrieden wie es war,
beglückte sie die Kinderschar?

Sie musste fragen stets ums Geld,
bekam es dann noch vorgezählt.
Im Blick lag Demut und auch Scham,
weil alles nur von Vater kam.

Die Tränen seh ich heute noch,
wenn sich der Kopf im Arm verkroch,
als Kind stand hilflos ich dabei
und spürte, nichts an ihr war frei.

Viel später ist sie aufgewacht,
hat aus sich eine Frau gemacht,
die zeigte, dass auch sie was kann
und nicht nur lebt für ihren Mann.

Gelächelt hab ich über sie,
von Stolz erfüllt war ich fast nie.
Sie war halt nichts als eine Frau,
ein bisschen dumm und nicht sehr schlau.

Mein Gott was tut es mir so weh,
wenn ich vor ihrem Bild heut steh,
sie war nicht dumm, sie war nur schlicht,
machte sich selbst zum kleinen Licht.

Vererbt hat sie wohl diese Art,
innen ganz weich, nach außen hart,
ein Lächeln bebt um meinen Mund.
Verehrung zu, zu später Stünd.

Noch gibt es diese braven Frauen,
die nur auf ihre Männer bauen,

den Blick in Demut zu ihm richten
und auf ihr eignes Ich verzichten.
Und wieder legt ein Lächeln sich,
um mein heut so erfahr nes Ich,

Wenn ich mein Nachbarkind nun seh
und voller Stolz dann vor ihr steh .
Dann weiß ich, er ist gut ihr Weg,
sie geht ihn tapfer ohne Steg.

Sie ist für mich die neue Frau,
mein Vorbild, lieb und auch noch schlau.

Ute AnneMarie Schuster 8.3.2011
Aprilwetter

Nebel spannen ihre Netze,
Regentropfen sammeln sich,
leiser Donner grollt am Himmel
zwischen all dem sitze ich.

Zwitschernd tanzen noch die Amseln,
suchen nach dem Regenwurm,
erste Blätter fliegen taumelnd
lassen ahnen Wind und Sturm.

Tobend kreischt die Gartentüre,
fast sie aus den Angeln fällt,
frische Blüten treiben lose
durch die wilde Frühlingswelt.

Zwei, drei Blitze ganz hell zucken,
Donner folgt fast auf dem Fuß,
dicke schwarze Wolken platzen,
öffnen sich zum Regenguss.

Grade so als wollt er lohnen,
für erlitt´ne Sturmgewalt,
steigt ein breiter Regenbogen,
auf mit seiner Farbvielfalt.

Wie gewaschen liegt die Straße,
selbst der Himmel strahlt geputzt,
herrlich so ein Frühlingswetter,
das Natur und Seele nutzt.

Ute AnneMarie Schuster 17.4.2011

Zweifel fressen meine Seele!


Zweifel fressen meine Seele.
Sehnsucht liegt auf dem Schafott.
Leise wein ich eine Träne,
glaub an nichts, auch nicht an Gott.

Herzen die im Himmel brennen,
stürzen in der Hölle Glut,
glaub für immer dich verloren,
Schmerz ertrinkt gerad in Wut.

Leises Summen, zartes Klirren,
denkt denn einer auch an mich?
„Liebling, ich wollt dich nur hören.
Schatz, glaub mir ich liebe an dich!“

Wieder mal hat‘ ich vergessen,
nicht geglaubt, dass du mich liebst.
Irgendwann wirst du mir sagen,
dass du mir nicht mehr vergibst.

Noch immer hör ich deine Worte,
sie klingen stundenlang noch nach,
werd keines davon je vergessen,
weil ein jedes nur von Liebe sprach.


© Ute AnneMarie Schuster, 2010

Ich bleibe Kind!


Im Herzen will ein Kind ich bleiben,

will lachen, träumen, glücklich sein,

pust´ wunderschöne Seifenblasen

noch heute in die Welt hinein.

Und oben auf der Wolke sieben,

da sitze ich im weißen Kleid,

lass putzen mir die zarten Flügel,

trink Cocktail dann zur Abendzeit.

Es ist egal wie alt ich werde,

das Träumen geb ich niemals auf,

im Herzen werd ich Kind wohl bleiben,

selbst graues Haar nehm ich in Kauf.


© Ute AnneMarie Schuster

Fremdenführer


Fremdenführer meiner Seele,
du hast mich total durchschaut,
ein tiefer Blick in Deine Augen,
hat ein Sehnsuchtshaus erbaut.

Führst mich durch die dunklen Gassen,
ziehst mich in Dein Ährenfeld,
lässt mein Herz nochmal erwachen,
zeigst mir Deine große Welt.

Hast entdeckt all die Facetten,
die ich doch verborgen hielt.
Niemals würde ich gestehen,
dass mein Leben anders spielt.

Du kannst lesen in den Augen,
wie in einem Städteplan,
erkennst die Zartheit meiner Seele,
keiner hat das je getan.

Fremdenführer meiner Träume,
noch gehört uns nur die Nacht
Zärtlich lass ich mich umwerben.
Neugier hat sich breit gemacht.


© Ute AnneMarie Schuster, 2011

                             Mein Freund der Baum


Und wieder brach ein trockner Ast,
von unsrem Apfelbaum.
Ganz zärtlich streich ich über Moss
und denk an unsren Traum.

Mit sanfter Hand streich ich den Stamm,
such nach dem weichen Moos.
Es blieb nur raues Grau zurück,
Enttäuschung riesengroß.

Wie samtig grün und streichelzart,
trug doch mein Apfelbaum,
den moosgeschmückten festen Stamm,
bald bleibt uns nur der Traum.

Mit jedem Ast und jedem Zweig,
bricht auch ein Stück von mir,
komm halt mich noch ein letztes Mal,
lass fühlen uns ein WIR.

Wie sehr schmerzt dieser Abschied doch,
von unsrem Apfelbaum,
er war für uns wie ein Symbol,
vom nie gelebten Traum.

Mein Blick fällt auf das kleine Herz,
das Du mal eingeritzt,
gleich einem blutenden Juwel,
Harz in der Wunde sitzt……


© Ute AnneMarie Schuster, 2011

Seelenliebe


Wenn sich zwei Seelen finden,
die sich noch nie geseh‘n,
dann kann sich viel verbinden,
dann kann so viel gescheh‘n.

Gemeinsam kann man spüren,
den anderen ganz nah,
Gedanken die verführen,
obwohl doch nichts geschah.

Auf Berge kann man steigen,
der Sonne ganz nah sein,
Gefühle manchmal schweigen,
doch ist man nicht allein.

Das Herz bewegt sich schneller,
wenn man nur daran denkt,
das Licht scheint plötzlich heller,
man fühlt sich reich beschenkt.

Im Nacken spürt man Küsse,
zart wie ein Herbstwindhauch,
erlebt des Lebens Süße,
Herzflattern tanzt im Bauch.

Hast du genau gefunden,
was du niemals vermisst,
genieß die schönen Stunden
nimm an so wie es ist.


© Ute AnneMarie Schuster, 2010

Fehlt Dir was?

Mir geht es gut, ich jammer nicht,
hab alles was ich brauch, doch irgendwie,
ich geb es zu, fehlt ab und an was auch.

Nicht Gut und Geld vermisse ich,
da darf ich nicht klagen, nur hin und wieder,
Zärtlichkeit
hör ich mich leise sagen. Undankbar ich,
ganz sicher nicht, dein Lob erfüllt mich sehr,
" Dein Essen schmeckt,"
so sagst du oft, doch ich verlang da mehr.

Rosen für mich an jedem Tag, auch das muß gar nicht sein,
doch irgendwie fänd ich es schön, wär ich nicht so allein.
Umsorgen mich, von früh bis spät, auch das ist nicht mein Traum,
ich möchte spüren Stolz von Dir, doch den bekomm ich kaum.

Dir ist egal, was ich so treib, du denkst ja mir gehts gut,
ich mecker nur, du hast ja recht, in mir steigt die Wut.
Warum denn das, so fragst du mich, was könnte dir schon fehlen,
Romantik wär´s die hätt ich gern, wo soll ich die denn stehlen.

Ein echter Dieb, das bin ich nicht, denn ich bekomm´s geschenkt,
weil mancher ahnt und es auch sieht, wie heiß mein Herz doch brennt.
Nur einmal in den Arm genommen, ein bischen Zärtelei,
nicht einfach nur vorbeigegangen, was wäre da wohl dabei.

Du hast ja recht, mir geht es gut, was werde ich beneidet,
kaum einer sieht, das was ich brauch und das mein Herz doch leidet.
Du hast ja recht, das Essen schmeckt,
mein Gott wie bin ich froh, was will ich denn, was klage ich,
das Leben ist mal so.

Wo gestern noch ein tiefer Blick und Händchen halten war,
da ist heut nichts, was mich noch freut, erkenn doch die Gefahr.
Stell einmal dich, nur hinter mich, nimm mich in deinen Arm,
küss meinen Nacken, so wie einst,vielleicht wird es wieder warm.
Nein lass, es ist schon viel zu spät, ich glaub ich will das nicht,
nimm deine Hände, weg von mir, gelöscht ist längst das Licht.

Sehnsucht die war, sie ist vorbei, Romantik längst verschwunden,
wenn einer gibt, ich nehm sie mir, genieß die schönen Stunden.
Ja fehlt mir was, nein heut nicht mehr, hab alles was ich brauch,
Zärtlichkeit? die schenkt man mir Romantik natürlich auch.

© Ute Anne Marie Schuster. 26.7.2010

Einsamkeit.


Einsam steh ich an dem Fenster,

leg meine Stirn an kühles Glas,
Lippen hauchen feuchten Nebel,

such‘ nach etwas, weiß nicht was.

Kleine Kinder spielen fangen,
werfen lustig ihren Ball,

Tränen rinnen Wangen runter,

gleichen einem Wasserfall.


Wünsche die sich nicht erfüllten,

Sehnsucht nach Familienglück.

Augen sehnsüchtig erfassen,

im Herzen bleibt nur Schmerz zurück.


Langgehegtes Wunschtraumdenken,

irgendwann war es vorbei,

Einsamkeit braucht keinen Namen,

Traurigkeit gibt nie mich frei.


Vor Jahren da begrub ich schon,

all meine schönsten Träume,

heut steh ich schweigend neben dir,

weiß, dass ich viel versäume.


Ganz tief in meiner Seele sitzt

die Wut auf mein Versagen,

Feigheit nahm mir die Möglichkeit,

zu gehen, statt zu klagen.


© Ute AnneMarie Schuster, 2010

Fast ein Jahr!


Als ich dich traf,
war tiefster Winter,
im Garten
lag ganz dicker Schnee.

Es waren deine
sanften Augen,,
den ersten Blick, ich heut noch seh.

Verzaubertest zart
meine Seele,
hast neu entdeckt, was ich nie war.

Ich höre noch
die ersten Worte,
die Stimme
tief und doch so klar.

Wir teilten uns
den frischen Frühling,
genossen ihn mit Leichtigkeit.

Erlebten einen
heißen Sommer
verloren uns nicht an die Zeit.

Verlier mich grad
in Sehnsuchtsträumen,
vermisse deinen Feigenduft.

Möchte mit dir
durch Blätter
tanzen,
atmen des Herbstes schwere Luft.

Doch bald schon
wird der Kreis
sich schließen,
ein Jahr
so schnell vorüber ist.

Wie schön wäre,
es würde bleiben,
all das, was ich niemals vermisst.


© Ute AnneMarie Schuster, 2010

Melancholie


Sehnsucht nach geträumten Wünschen,
tränenreiches Regenband,
nichts erfüllt sich von den Träumen,
lass mich einfach los Verstand.

Wozu von den Wünschen reden,
wenn die Trauer
sitzt so tief,
melancholisches Bejammern,
dort wo gestern alles schlief.

Tief im Herzen
brennt ein Feuer,
lodert heiß wie Höllenbrand,
vielleicht sollte ich es löschen,
lass mich einfach los Verstand.

Zitternd trifft sich meine Seele,
mit der kalten Einsamkeit,
soll ich leben was ich sehne,
bin ich wirklich denn bereit?

Sinnend denk ich an die Liebe,
sehe in ein fernes Land,
zauberhaftes leichtes Leben.
lass mich einfach los Verstand.

Regentropfen klopfen leise,
an mein Fenster
immerzu,
langsam schließ ich meine Augen,
denn ich weiß ja das bist Du.


© Ute AnneMarie Schuster,2010

Wach endlich auf
 
Für mich war wirklich immer klar,
ich liebe es mein Leben,
ich denke niemals an den Tod,
mag dieser mir vergeben.
 
Doch ist es gar nicht lange her,
da dacht ich drüber nach,
dass auch mein Leben keines wär,
wenn Leben liegt nur brach.
 
Was mich so sehr ins grübeln bringt,
ich will es dir gern sagen,
es ist, weil du nur nehmen kannst,
siehst nicht den andern klagen.
 
In meinen Augen, ich gestehe,
bist du ein Egoist,
der seinem Lebensmenschen nimmt,
was Lebensfreude ist.
 
Merkst du denn nicht, wie sehr der Mensch,
an deiner Seite leidet,
es fehlt ihm irgendwann die Kraft
und er sich dann entscheidet.
 
Mag sein, dass du mich böse nennst,
doch ich weiß ganz genau,
ich wäre längst schon weggerannt,
wär ich denn deine Frau.
 
O nein denk nicht, ich mag dich nicht,
doch brennt in mir grad Wut,
weil du zerstörst was Liebe ist,
mir fehlte längst der Mut.
 
Kaum hat sie einmal Zeit für sich,
sind es auch nur Minuten,
dann schreist du schon,
 
so hilf mir doch, hab Angst ich muss verbluten.
 
Wie stark muss deine Frau wohl sein,
dass sie das alles schafft,
dich halten wie ein kleines Kind,
ich hätte nie die Kraft.
 
Grade dachte ich darüber nach,
wie würde ich entscheiden,
ich glaub ich würde sterben gern,
statt neben dir zu leiden.
 
Du tötest sie, merkst du das nicht,
in ihr stirbt alles ab,
wenn du nicht lernst für dich zu steh´n,
dann bringst du sie ins Grab.
 
Nicht du bist der, der sterben muss,
nein, du wirst weiter leben,
hinter ihrem Sarg wirst du dann geh`n,
kannst du dir das vergeben?
 
Harte Worte aus meinem Mund, da hast du recht,
ich weine bittre Tränen,
siehst du nicht was du grad zerbrichst,
du solltest dich was schämen.
 
Du bist ein Kind, das Mama schreit,
ist dir das wirklich klar,
was du grad machst, versteh ich nicht,
siehst du nicht die Gefahr?
 
© UteAnneMarieSchuster 3.7.2010

Abschied?

Gefunden ohne je zu suchen,
geliebt vom ersten Augenblick,
versucht den andern zu verstehen
geschenkt unendlich großes Glück.

Verzweifelt Abschied schon genommen,
gleich in der ersten Liebesnacht,
vor Schmerzen dann fast umgekommen,
sich wieder neu ins Spiel gebracht.

Getroffen wie mit Messerstichen,
ganz tief ins eigne Herz hinein,
nie enden sollte diese Liebe,
fast alles wollte man verzeih`n.

Versunken sind im Meer die Schiffe,
die ihre Flaggen schwarz gehisst,
kein Stern wird mehr vom Mond beleuchtet,
kein Sonnenstrahl den Himmel küsst.

Gehalten noch von dünnen Fäden,
dem Abgrund schon unendlich nah,
das Ende scheint nicht zu umgehen,
doch keiner weiß wie das geschah.

Versprochen Herz an Herz zu liegen,
im Winter wärmen nur durch sich.
dem Frühling nochmal Kraft zu geben,
den Sommer leben ewiglich.

Gefunden ohne je zu suchen,
verloren ging der letzte Traum,
gestorben ohne je zu leben,
wozu pflanzt Du noch einen Baum.

© Ute AnneMarie Schuster, 2011

Der Rosengarten !


Gleich einem Engel ohne Flügel

so sanft, so süß, so schön, so rein,

der Mund wie Rosen aus dem Garten

Dein Blick, er konnt´ nicht treuer sein.

All dem hab ich nicht widerstanden,

ich nahm die Hand, die sich mir bot

genoss die Jahre, die verbanden

es waren Jahre ohne Not.

Gleich einer Hexe ohne Besen

so bös, so hart, so hundsgemein,

schlugst später Du mit Deiner Peitsche,

auf mich und meinen Körper ein.

All das hab schweigend ich ertragen,

ich nahm es hin so wie es war,

pflegte den Garten mit den Rosen,

die Rosen blühten Jahr für Jahr.



                                             ***

Gleich einem Engel ohne Flügel,

so sanft, so süß, so schön, so rein,

stehst Du in Deinem Rosengarten

und bindest mich in Fesseln ein.

Ich habe es schon fast vergessen,

dass ich ein Mann aus Fleisch und Blut,

matt liege nun vor Deinen Füßen,

zum Gehen fehlt mir längst der Mut.

Gleich einer Hexe ohne Besen,

so bös, so hart, so hundsgemein,

ist nur ein Mensch der nie erlebte,

wie schön es ist geliebt zu sein.

All meine Tränen die ich weine

bewässern heut Dein Rosenbeet,

blutende Masse ist mein Körper.

von Dornenstichen übersät.




(C) Ute AnneMarie Schuster 4/2012

Das letzte Bild!


In Plastik gehüllt,

das Lächeln von Dir,

es ist nur ein Bild,

doch gabst Du es mir.

Nun nehm ich´s heraus,

küss sanft Deinen Mund,

suche verzweifelt,

den sinnlosen Grund.

Erinner mich kurz,

dass es mir gefiel,

das süße und doch

verbotene Spiel

Nun zünde ich an,

was ich nicht mehr brauch,

Dein Lächeln zerschmilzt

in grauschwarzem Rauch.

Es war nur ein Bild,

in Plastik gehüllt,

hat für eine Zeit,

die Sehnsucht gestillt.

Ein Windchen bläst sanft,

hinein in die Glut,

kein Schmerz ist mehr da,

verbrannt ist die Wut….

© Ute AnneMarie Schuster 20.1.2012

Als ich ein kleines Mädchen war,
da warnte man mich sehr,
wie schlecht doch unsre Welt so war
und noch ein bischen mehr.

Der raubt Dich aus, der bringt Dich um,
Zigeuner zieh´n durchs Land
schau bitte weg, sieh keinen an,
gib niemals Deine Hand.

Pass auf, wenn einer lange schaut,
der meint es niemals gut,
wer weiß was er im Schilde führt,
der giert nach jungem Blut.

Der will nur böses, glaub uns das,
wir kennen sie .. die Welt,
man fängt Dich ein, verkauft Dich dann,
bekommt für Dich noch Geld.

Schließ ab die Tür, gleich hinter mir,
die Mutter warnend sagte,
Du kennst die sieben Geislein doch
und ich dann nie mehr fragte.

Groß war die Angst, vorm bösen Wolf,
ich hab ihn nie gesehen,
doch wußte ich, wenn ich nicht brav,
es konnte was geschehen.

Geh niemals in ein Feld hinein,
denn dort da wohnt die Mume,
die zieht die kleinen Kinder rein,
verzaubert sie zur Blume.

Kein einz´ges mal ging ich zum Rand,
die Angst war viel zu groß,
die Fantasie schlug Purzelbaum,
lies mich dann nie mehr los.

Zünde niemals ein Streichholz an,
denk nur an das Paulinchen,
Du weißt wie schnell es brennen kann,
mein kleines Mausebienchen.

So blieb ich stets von allem fern
behütet wie ein Schatz,
hat keine Freunde, war allein,
sprach selten einen Satz.

Verstummt fast still, so war ich mal,
Vertrauen kannt ich nicht.
Ganz große Angst vor der Gefahr,
ein klitzekleiner Wicht.

Sogar mein Schatten war ein Feind,
war angenäht an Füßen,
mal lief er vor, dann mal zurück,
schien höhnisch mich zu grüßen.

Bis heute kann ich nicht versteh´n
warum nahm man die Freude,
an einer Welt die doch so schön
was waren das für Leute?

Nicht Angst beschützt das kleine Kind,
Du mußt ihm Liebe geben
Vertrauen schenken, Lebensmut,
dann kann es glücklich leben.

© Ute Annemarie Schuster

 

 

 

 

 




 

Gänseblümchen!

Ducken unterm Rasenmäher,
aufsteh´n unter schwerem Schuh,
niemand hat solch Lebenswillen,
außer, Gänseblümchen, Du.

Ausgerupft die Blütenblätter,
keiner hat daran gedacht,
dass er Schmerzen Dir bereitet,
wenn er solchen Unsinn macht.

Alles nur für eine Frage,
liebt er oder liebt er nicht,
mich allein und auch für immer,
selbst wenn Dunkelheit
einbricht.

Welche Liebe
wird wohl halten,
nur weil es ein Blümchen sagt.
Viele Sterne
mussten sterben,
tausendmal wurd` nachgefragt.

Doch berührt mich tief im Herzen,
noch die kleine Kinderhand,
die mit Strauß
aus Gänseblümchen,
lächelnd einmal vor mir stand.

Heut muss kein Blümchen sterben,
auch frag ich nun nicht mehr nach:
„wird der ewig bei mir bleiben,
hält er das was er versprach“.

Bin mir sicher meiner Liebe,
denn ich kenn mein Herz
genau.
Lächelnd stellt sich mir die Frage,
ist Gänseblümchen eine Frau?

Doch als Vorbild soll es gelten,
dieses weiße Sonnenlicht,
denn wer schenkt schon ein Verzeihen,
wenn man ihn aus Liebe bricht?


© Ute AnneMarie Schuster 2011

 

Abschied?

Gefunden ohne je zu suchen,
geliebt vom ersten Augenblick,
versucht den andern zu verstehen
geschenkt unendlich großes Glück.

Verzweifelt Abschied
schon genommen,
gleich in der ersten Liebesnacht,
vor Schmerzen dann fast umgekommen,
sich wieder neu ins Spiel
gebracht.

Getroffen wie mit Messerstichen,
ganz tief ins eigne Herz
hinein,
nie enden sollte diese Liebe,
fast alles wollte man verzeih`n.

Versunken sind im Meer
die Schiffe,
die ihre Flaggen schwarz gehisst,
kein Stern
wird mehr vom Mond beleuchtet,
kein Sonnenstrahl den Himmel
küsst.

Gehalten noch von dünnen Fäden,
dem Abgrund
schon unendlich nah,
das Ende
scheint nicht zu umgehen,
doch keiner weiß wie das geschah.

Versprochen Herz an Herz zu liegen,
im Winter
wärmen nur durch sich.
dem Frühling
nochmal Kraft zu geben,
den Sommer
leben ewiglich.

Gefunden ohne je zu suchen,
verloren ging der letzte Traum,
gestorben ohne je zu leben,
wozu pflanzt Du noch einen Baum.


© Ute AnneMarie Schuster 2011

Warum?

Warum tanzt Sehnsucht durch die Bäume,
wenn ich im Wald
spazieren geh?
Warum glänzen Tränen
 durch Wimpern,
wenn ich dann endlich vor dir steh?

Warum frisst Zweifel
meine Seele,
wenn du doch immer bei mir bist?
Warum glaub ich nicht an die Treue
und dass du wirklich mich nur liebst?

Warum stell ich mir all die Fragen,
in einer Welt voll Sonnenschein?
Warum kann ich mir nicht verzeihen,
warum mach ich mich immer klein?

Weil damals, als ich noch ein Kind,
kein Mensch
je an mich glaubte.
Wie soll ich schenken heut Vertrauen,
wenn man mir meines raubte?


© Ute AnneMarie Schuster


An meinem Grab soll keiner weinen,
ich wäre dort so gern allein.
Möcht lieber in die Ferne schweifen
und unter vielen Engeln sein.

Ich möchte keinen Platz auf Erden,
kein Grab, auf dem ein Engel thront.
Möcht keine Apfelblütenbeete,
in denen dann ein Mäuschen wohnt.

Ich wünsch mir eine letzte Reise,
auf einem Schiff ins Niemandsland
ein Engel käm herab geflogen
und reichte mir dann seine Hand

An meinem Grab soll keiner weinen,
ich wäre dort so gern allein,
möcht ganz in Frieden mit mir leben,
vielleicht darf ich ein Engel sein.

Ute AnneMarie Schuster 16.1.2011
Wär ich ein Kind,
so wie vor Jahren,
ich glaub ich wäre gern
wie sie,
die in den Bildern,
glücklich lächeln,
denn so tief
war mein Lächeln nie.

Erst heut nach
mehr als 50 Jahren,
da sagt man mir
wie schön ich bin,
mein Lächeln,
sei so wie ein Strahlen,
von außen und
auch in mir drin.

Wie glücklich
machen solche Worte,
die frei von Zwang,
gesprochen sind,
ich glaub ich darf
erwachsen bleiben,
im Herzen bleib ich
trotzdem Kind!

© Ute Annemarie Schuster


Dies hübsche Gedicht hat mir heute am 01.09.2011 Ute zugeschickt.

Seelenliebe

Wenn sich zwei Seelen finden,
die sich noch nie geseh‘n,
dann kann sich viel verbinden,
dann kann so viel gescheh‘n.

Gemeinsam kann man spüren,
den anderen ganz nah,
Gedanken die verführen,
obwohl doch nichts geschah.

Auf Berge kann man steigen,
der Sonne ganz nah sein,
Gefühle manchmal schweigen,
doch ist man nicht allein.

Das Herz bewegt sich schneller,
wenn man nur daran denkt,
dasLicht scheint plötzlich heller,
man fühlt sich reich beschenkt.

Im Nacken spürt man Küsse,
zart wie ein Herbstwindhauch,
erlebt des Lebens Süße,
Herzflattern tanzt im Bauch.

Hast du genau gefunden,
was du niemals vermisst,
genieß die schönen Stunden
nimm an so wie es ist.


© Ute AnneMarie Schuster, 2010

Mutter - Erde!


Mutter, sieh' die Not in uns,
wir sind doch Deine Kinder.
Hilf uns aus unsrer düst'ren Zeit,
wir spüren nur noch Winter.

Die Kälte, die Du ausgesandt,
schmerzt tief in unsern Herzen.
Nur Du kannst ändern wie wir sind.
Du siehst doch unsre Schmerzen.

Wir sind naiv und auch sehr dumm,
missachten all die Zeichen.
Gib uns noch einmal eine Chance,
lass' uns die Hände
reichen.

Wir wünschen uns von Herzen
sehr,
dass endlich schlau man werden.
Dann ist es auch noch nicht zu spät,
zur Rettung
unsrer Erde.


© Ute AnneMarie Schuster, 2010

Kleeblatt

Ein schwarzes Tuch bedeckt die Haare,
die Augen trüb und tränenschwer,
der Krieg, die Brüder hat berufen,
in das so große, deutsche Heer.

Die Hände hat sie fromm gefaltet,
sie liegen kalt in ihrem Schoss,
sie würde liebend gerne helfen,
doch fragt sie sich, wie geht das bloß.

Ihr Blick sinkt in die grüne Wiese,
ein Glücksklee steht dort ganz allein,
sie pflückt es und gedenkt der Brüder,
es müssten acht, solch Blätter sein.

Die Füße treiben sie still weiter,
vor ihr im Gras da sieht sie dann,
sechs kleine grüne Glückskleeblätter,
eins fehlt noch, für den achten Mann.

Die Augen heften sich in Erde,
sie sucht und sucht  und findet nicht,
ein Kleeblatt bitte, hab Erbarmen,
dann will ich zünden Dir ein Licht.

Nach Hause kommen sieben Brüder,
für jeden lag ein Glücksklee da,
der achte ist im Krieg gefallen,
lag es am Klee, dass dies geschah?

Sie hat ihr Leben lang gelitten,
fühlte sich schuld an seinem Tod,
ein einzig, fehlend Glückskleeblättchen,
war schuld an ihrer steten Not.

© Ute AnneMarie Schuster 28.5.2011

Ute Anne Marie Schuster gehört zu meinen Lieblingsdichterinnen,
von Ihr habe ich auch die Genehmigung, ihre Gedichte in meiner HP
veröffentlichen zu dürfen.
Hier ist die sympatische Autorin zu sehen.


Ausgetreten sind die Stufen!

 

Ausgetreten sind die Stufen,

die zum See hinunter führ‘n

 einmal noch die  Liebe leben,

deine Nähe sinnlich spür’n.

 

Festgefahren in den Normen,

die verboten unser Glück,

würd es heut ein gestern geben,

blieb ich hier bei Dir zurück.

 

Ungebunden frei von Zwängen,

märchenhaft die Zeit mit Dir,

lachend tanzten wir durch Wellen,

bauten Schiffchen aus Papier.

 

Ausgetreten sind die Stufen,

die wir oft gegangen sind,

kleine Küsse durft ich geben,

war nicht mehr als nur ein Kind.

 

Festgefahren in den Normen,

die ein jeder für uns sah‘

in dem Baum steh‘n noch die Namen,

keiner wollt was dann geschah.

 

Ungebunden frei von Zwängen,

fuhrst du auf den See hinaus.

Lachend stand ich dann am Ufer,

winkte dir auch noch Applaus.

 

Ausgetreten sind die Stufen,

die ich heut alleine geh‘

Ewig jung bist du geblieben,

wenn ich mir dein Bild anseh‘

 

Festgefahren in den Normen,

gab es deinen Freitod nicht,

eine Kerze will ich zünden,

übte viel zu jung Verzicht.

 

Ungebunden frei von Zwängen,

leb bis heute ich allein,

möcht Dich einmal nur noch küssen

und der Welt den Schmerz zuschrei‘n.

 © Ute AnneMarie Schuster


 

 


 

Was wäre wenn ????

Was wäre wenn wir uns gehörten,
uns nicht an all den Normen störten.
Lebten Tag ein und auch Tag aus,
in einem und demselben Haus.

Ich würde morgens wach dich küssen,
müsst nicht in Träumen leben müssen.
Würd winken dir mit lieber Hand,
verlieren nicht mehr den Verstand.

Vielleicht erging es uns wie vielen,
die leben nur und nicht mehr spielen,
die schweigend beieinander steh’n,
den andren weder spür’n noch seh’n.

Da geht es uns doch so viel besser,
wir wetzen nicht die kalten Messer,
wir suchen nicht nach Harmonie,
wir haben und wir leben sie.

Auch wenn ich manches Mal mir denke,
dass ich mich wohl dem Falschen schenke,
so leb ich doch mit viel Genuss,
mach was ich will, nicht was ich muss.

Was wäre wenn wir uns gehören,
und keiner würde sich dran stören,
ersticken würden wir wie sie,
in allzu falscher Harmonie.

Normalität würden wir finden,
vielleicht für immer uns auch binden.
Lust und Sehnsucht ging verloren
Gut das du mich auserkoren.

Nein, o nein ich will nicht klagen,
doch würde ich die Wahrheit sagen,
wärst du womöglich sehr schnell still
und das ist das, was ich nicht will.

So will ich es auch gar nicht wissen,
was wäre wenn, wohl zu vermissen.
Ich hab ja alles was ich brauch,
und du mein Herz hast mich ja auch.

© Ute AnneMarie Schuster

Mutters Garten



Was hat sie gejätet, was hat sie gerupft,
den Buckel gekrümmt, die Stirn abgetupft.
Das Tuch in der Hand  war von Schweiß oft getränkt,
und wuchs mal kein Blümchen, dann war sie gekränkt.

Sie liebte den Garten, er war ja ihr Glück,
gehörte zum Leben ein ganz großes Stück.
Sie säte und pflanzte und freute sich sehr
liebte die Arbeit und die Blumen noch mehr.

Und als sie dann alt war, da sagte ich ihr,
nun lass' doch den Garten, find' endlich zu Dir.
Ich kaufe Dir Blumen, so viel wie Du magst,
ich seh' doch die Schmerzen und dass Du Dich plagst.

Da schaut sie mich an mit traurigem Blick,
es ist doch mein Garten, meiner Hände Geschick
in ihm wächst all das, was zum Leben ich brauch'
er ist meine Freude und  Deine doch auch‘.

Ach Mutter ich weiß noch wie gern ich hier saß,
manch Kränzchen mir flocht aus dem grasgrünen Gras,
band Blumen in rot und in blau noch dazu,
ach Mutter, du Liebe, komm gönn Dir doch Ruh.

Sie gönnte sich Ruhe, nahm Abschied vom jetzt,
Vergissmeinnicht hab ich auf’s Grab ihr gesetzt.
Schließ' ich meine Augen dann seh ich genau,
eine leicht gebückte und gärtnernde Frau.


© Ute AnneMarie Schuster 2011

Dies ist eine lange, aber zu Herzen gehende Geschichte eines Geschwisterpaares!

Das Brüderchen von Selina ist verstorben und erscheint seiner Schwester als ihr Schutzengel wieder.

Selinas Schutzengel

 Dort wo eben noch weiße Zauberwattewolken unter der blauen Himmelsdecke schwebten, bauen sich langsam dicke graue Gewitterwolken auf. Es scheint, als hätten sie sich verabredet, denn plötzlich platzen alle Wolken gemeinsam auf. Platzregen, gemischt mit dicken Hagelkörnern stürzt vom Himmel. Man könnte meinen die ganze Welt weint bittere GlasMurmelTränen.

 Wie von einem heftigen Windstoß herein getrieben, steht die kleine Selina im Hausflur. Unter ihr breitet sich eine große Pfütze aus: „Mama, Herzmama, schau nur was ich für ein Glück hatte, ich bin noch fast trocken nach Hause gekommen!“  „Trocken ist ja wohl etwas untertrieben mein Schätzchen, du siehst aus wie eine nasse Katze, die vor einer kleinen Maus weggerannt ist. Schau dir nur mal die Wasserlacke zu deinen Füßen an. Komm lass dich rasch abrubbeln, damit du nicht krank wirst. Und danach machen wir es uns richtig gemütlich.  Dieses Wetter lädt ja geradezu ein, den Nachmittag auf dem Sofa zu verbringen. Was meinst du Selina, hast du Lust auf heiße Schokolade, Milch mit Honig oder möchtest du lieber mit mir gemeinsam einen Rosenblütenblättertee trinken?“  „Teeee, Mami, eindeutig Tee, nichts ist gemütlicher als mit dir auf dem Sofa zu sitzen und Tee zu trinken. Gell wir machen uns einen wunderschönen Gewitternachmittag mit Kerzenlicht und Geschichten erzählen.“ „Du bist eine richtig kleine Genießerin mein Schatz, genauso machen wir es, aber zuerst lasse ich dir ein Bad ein. Wunschprogramm für dich mein Engelchen: Vanille, Rosen oder Schokoladenduft? Und weil heute, HEUTE ist, stelle ich dir die kleinen Engelkerzen auf den Badewannenrand und lese dir vor!“ „O Mamichen, das ist wirklich  ein echtes Wunschprogramm. Ich möchte nach Schokolade duften. Schokoladenduft ist das Schönste was es gibt, er zieht bis in mein tiefstes Herz!“ „Ganz tief wärmt er Herz und Seele, da bin ich mir sicher Selina, ganz tief.“ Lachend setzt Sandra ihre kleine Tochter in die dicke nach Schokolade  duftende Schaumwolke.

 Während das kleine Mädchen in weißem Badeschaum sitzt und Schaumwölkchen von ihren Händen pustet, kocht Sandra Tee. Eigentlich mag sie es nicht diesen köstlichen Tee aus bunten Steingutbechern zu  trinken, sie findet Tee muss man zelebrieren und dazu gehört einfach zartes Porzellan,  aber dann stellt sie doch zwei von Selinas Lieblingsbechern auf das, mit bunten Schmetterlingen bedruckte Tablett und geht zurück in das Badezimmer.

 Gut dass ich den alten Sessel immer noch hier stehen habe, denkt Sandra und lässt sich gemächlich in die weichen Kissen sinken. Immer wenn sie das Bad putzte dachte sie: raus mit dem alten Ding, der nimmt nur Platz weg und stört. Aber heute findet sie es wunderbar, dass sie dieses Vorhaben nie in die Tat umgesetzt hat. Sie legt die Füße bequem auf den Wannenrand und beginnt zu erzählen:

Es war einmal eine kleine weiße Wolke, die war viel schöner und weißer als alle Wolken, die jemals am Himmel gesehen wurden.
Ganz oben auf der kleinen Wolke lag ein goldener Stern und darauf saß ein kleiner Junge.


Ganz oben auf der kleinen Wolke lag ein goldener Stern und darauf saß ein kleiner Junge.

Es war ein ganz besonders lieber  und wunderschöner Junge………..

 „Selina, Schatz, Schätzchen???“ Nur noch das rosige Gesichtchen schaut aus dem weißen Schaummantel, die Kleine ist tatsächlich in der Badewanne eingeschlafen. Sandra hebt sie vorsichtig aus dem Wasser, hüllt sie in ein dickes Badetuch und trägt sie dann in ihr Kinderzimmer. Es ist ein bisschen schwierig dem schlafenden Kind das Nachthemd über den Kopf zu ziehen, aber sie schafft es ohne dass Selina auch nur einmal die Augen aufschlägt. 

Das war ein kurzer gemütlicher Heutetag, den Tee werde ich wohl allein trinken müssen, denkt Sandra lächelnd. Als sie zurück in das Bad geht, um das Wasser aus der Wanne zu lassen, lachen die weißen Schaumkrönchen so verlockend, dass sie sich entschließt selbst in die Wanne zu steigen und den Schokoladenduft zu genießen.

 Ein leises Selina, Selina, Selina, weht wie ein sanfter Windhauch um den Kopf des kleinen Mädchens. Sie räkelt sich ein paarmal hin und her, kuschelt sich dann in ihre Kissen und dreht sich auf die andere Seite. Noch dreimal  hört sie dieses leise Selina, Selina, Selina, dann ist es wieder still im Zimmer.

 Kleine Hände streicheln sacht über Selinas Gesicht, fassen sie dann an der Hand und ziehen sie mit sich. Und wieder flüstert die kleine Stimme „Selina, Selina. Komm, ich zeige dir wo ich jetzt wohne, du musst unbedingt alles kennenlernen, du glaubst nicht wie schön es im Land hinter dem Regenbogen  ist. Komm, Selina nun komm doch!“

Selina kennt diese Stimme, sie ist ihr irgendwie vertraut und doch denkt sie, ich höre diese Stimme nur in meinem Herzen, aber nicht in meinen Ohren.  „Bitte sag mir zuerst wer du bist, ich kenne und kenne dich nicht und woher weißt du wie ich heiße und wie bist du in mein Zimmer gekommen?“ „Ich bin es, dein Schutzengel, aber ehe ich dir jetzt alles erkläre, muss ich dir einfach zeigen wo ich jetzt lebe. O, Selina du glaubst nicht wie schön es hier ist und wie gut es mir geht. Nun komm aber endlich.“

„Schön und gut, du bist also mein Schutzengel! Ich hoffe du bist nicht allzu traurig, wenn ich dir sage, dass ich schon einen habe. Mein Schutzengel wohnt auf einer weißen Wolke, oben drauf liegt ein goldener Stern und darauf sitzt mein Engel, schaut zu mir herunter und beschützt mich. Ich wüsste so gern wie es bei ihm ausschaut, vielleicht kannst du mir ja erzählen was man dort oben im Himmel alles machen kann.“

 „Siehst du und deshalb bin ich zu dir gekommen. Ich will dir zeigen, dass es mir gut geht, verstehst du das und nun komm lass uns losrennen, ich muss dir unbedingt zeigen was ich alles gelernt habe. Ich kann jetzt sogar Fahrrad fahren, Fußball spielen, na und fliegen kann ich auch, aber das ist ja wohl das normalste von der Welt für einen Engel. Ja und dann will ich dich endlich den anderen Schutzengeln vorstellen. Ich habe ihnen erzählt, dass du jetzt ein echtes Schulkind bist und schon schreiben und lesen kannst“ 

Wunderwunderbar, und wie heißt du nun und bitte schön, woher kennst du mich und wer hat dir das mit der Schule erzählt?“

 „Selina, was soll der Quatsch, weißt du das ich jetzt ganz traurig bin! Hast du mich etwa schon vergessen? Ich bin es doch, Niklas, dein kleiner Bruder!“

„Das glaube ich jetzt aber nicht, o wie du lügen kannst. Ich kenne doch wohl meinen kleinen Bruder, meinst du wirklich ich kann meinen Niklas vergessen, in tausendmillionen Jahren nicht. Mein Niklas ist viel kleiner als du und rennen kann er garantiert nicht. Mama hat Niklas immer getragen, also warum machst du das, wer bist du wirklich?“

„Kleine, große Schwester glaub es mir doch, ich bin es wirklich. Engel, die schon als Kind in den Himmel ziehen,  werden ungefähr so groß wie Schulkinder, aber nicht größer, sie bleiben immer Kinder. Ein paar Sonderregeln haben wir hier allerdings schon. Für uns gibt es keinen Schulunterricht, wie in deiner Schule, wir lernen ganz andere Dinge als schreiben und lesen. Unsere Aufgabe ist es, unsere Schutzkinder zu beschützen. Auf sie aufzupassen, dass es ihnen gut geht. Das Gute hier oben, im Land hinter dem Regenbogen ist, dass wir alle kerngesund sind. Kannst du dir vorstellen, dass wir nicht einmal einen Schnupfen bekommen können. O, Selina weißt du noch welche Angst Mama und Papa immer hatten, wenn ich einen Schnupfen hatte? Ehrlich, ich kann genau wie du und deine Freunde rumrennen. Auf unserer großen Spielwiese gibt es alles, aber auch wirklich alles, was ein Kinderherz glücklich macht. Wer von uns gerne Fahrrad fahren lernen möchte, der bekommt einen kurzen Lehrgang und dann kann er losradeln. Ja und Fußball spielen geht natürlich auch. Unser Fußballfeld ist eine riesengroße Gänseblümchenwiese, so groß, dass man nicht sieht wo der Anfang und das Ende sind. Nein, glaub jetzt nicht dass wir die Blümchen kaputt treten, das geht gar nicht, wir fliegen ja über den Platz.

Schwesterchen, du glaubst es nicht, ich treffe fast jeden Ball. Zehn habe ich schon ins Tor geschossen. Nicht jeder Engel kann so gut Fußball spielen wie ich, aber das macht nichts, denn jeder kann etwas besonders gut, aus diesem Grund haben wir Engel auch unterschiedliche Aufgaben.

Ich habe das große, große Glück, dein ganz persönlicher Schutzengel zu sein. Weißt du wie sehr ich mir das gewünscht habe, nur deiner, ganz allein deiner wollte ich sein.

Weißt du, manche Engel werden Straßenverkehrsengel, sie müssen aufpassen, wenn ein Kind zu dicht am Straßenrand geht oder vergisst nach rechts und links zu schauen, wenn es die Straße überqueren will. Andere werden Wunscherfüllungsengel. Ich finde sie haben es am allerschwersten von uns. Glaub mir Selina, nicht nur Kinder haben Wünsche, auch Erwachsene, manchmal kann man nicht verstehen, was sie sich für einen Unsinn wünschen. Natürlich kann kein Engel einem Menschen materielle Wünsche erfüllen, aber und das ist das Gute an den Wunscherfüllungsengeln, sie helfen ihren Menschen auch kleine Dinge zu sehen und sich daran zu freuen.

Am besten ist es sicher, wenn ich dir das anhand eines Beispiels erkläre, also pass auf:

Da ist die kleine Gaby, die sich sehr, sehr, sehr wünscht, nicht mehr in die Schule zu müssen. Sie mag nicht lernen und hat auch keine besten Freunde. Ganz oft schaut sie zum Himmel und wünscht sich, endlich zuhause bleiben zu dürfen. Du verstehst, dass das ein Wunsch ist, den kein Wunscherfüllungsengel erfüllen kann. Also überlegt der kleine Engel, was er machen kann, damit das Kind endlich Freunde findet und gerne in die Schule geht. Mutterseelenallein  sitzt sie in ihrer Bank und dann geschieht etwas ganz besonderes. Ein neuer Mitschüler kommt in die Klasse, setzt sich neben das Mädchen und stell dir vor sie sehen sich an und mögen sich auf Anhieb. Das tollste an der Sache ist, dass sie in der gleichen Straße wohnen. Jeden Nachmittag besucht Gaby nun ihren neuen Freund und jedes Mal nimmt er ein anderes Buch aus dem großen Bücherschrank und liest ihr daraus vor. Langsam erwacht in Gaby der Wunsch selbst auch lesen zu können. Als sie zum ersten Mal selbst eine Geschichte liest, schenkt ihr der Junge sein Lieblingsbuch. Für ihn hat es nicht mehr genug Worte, er mag schon richtige Bücher lesen. Gaby freut sich nun jeden Tag auf die Schule und ist glücklich, dass sie lesen lernen darf.

Bei Erwachsenen hat es der Wunscherfüllungsengel etwas schwerer. Ganz oft lockt er die Menschen in die Natur, zeigt die Schönheit des Waldes oder lässt sie Wolkenbilder sehen, in denen Geschichten versteckt sind. Er bringt sie sogar so weit, dass ihnen ein Wildblumenstrauß, den jemand mit viel Liebe für sie gepflückt hat, besser gefällt als der teuerste Rosenstrauß. Ja ich weiß, das hört sich ein bisschen albern an, aber es stimmt wirklich. Es sind Kleinigkeiten, die das Herz wecken. Ach da fällt mir noch ein Beispiel ein. Viele Menschen nörgeln am Wetter rum. Wenn es also ganz toll geregnet hat, dann zaubert der Wunscherfüllungsengel einen großen bunten Regenbogen an den Himmel. Es gibt kaum jemanden dem das nicht gefällt. Irgendwann begreift der Mensch, er kann diesen traumhaften Regenbogen nur zu Gesicht bekommen, wenn es vorher geregnet hat und so beginnt er auch Regentag zu lieben.“

„Ich muss sagen kleiner Schutzengel, du kannst wunderbare Geschichten erzählen, fast so gut wie meine Mama.“

„Was meinst du Selina wo ich das gelernt habe. Mama hat uns so viele Geschichten erzählt, ich habe keine einzige vergessen. Ich höre auch jetzt immer noch zu, wenn sie dir vorliest. Vorhin bist du übrigens eingeschlafen, als sie dir von mir erzählen wollte. Mama ist nicht sehr weit gekommen mit der Geschichte. Schau mal zum Himmel dort ist die weiße Wolke mit dem goldenen Stern drauf, es ist der Platz von dem ich zu dir und Papa und Mama runter schaue und auf euch aufpasse.“

„Also gut! Wenn du wirklich Niklas bist, dann zeig mir wo der Doktor dein Herz operiert hat, erst dann glaube ich dir.“

Der kleine Engel hebt sein kurzes Hemdchen hoch und zeigt die Narbe, die zwischen Hals und Brust sitzt. In seinen Augen glänzen Tränen, weil er so darum kämpfen muss, dass seine kleine große Schwester ihm endlich glaubt.

„Bitte, bitte Niklas nicht böse sein, aber du hättest mir das ja auch sofort zeigen können. Weißt du, wie glücklich ich bin, dass es dir so gut geht und dass ich dich als Schutzengel habe. Wenn du mich wieder besuchen kommst, das machst du doch? dann möchte ich das Land hinter dem Regenbogen noch viel besser kennenlernen.“ Ganz lieb schließt Selina ihre Arme um ihren kleinen Schutzengel. „Duuu, Niklas weißt du was Mama immer sagt? Sie sagt, sie hat zwei Engel, einen oben im Himmel und einen auf der Erde. Gell wir passen immer gut auf sie auf, du von oben und ich von hier unten.“

 

„Selina, Schätzchen, was ist denn nun mit unserem gemütlichen Heutetag, willst du den etwa verschlafen?“ Liebevoll küsst Sandra ihre kleine Tochter auf die warmen Lippen und nimmt sie in den Arm.

„Duuu, Mami, Niklas hat mich besucht, er wohnt dort oben hinter dem Regenbogen auf der Wolke mit dem goldenen Stern, aus der Geschichte, die du mir erzählen wolltest und er ist ganz allein mein Schutzengel, aber er passt auch auf dich und Papi auf. Uuuund, er kann Fahrrad fahren und Fußball spielen. HerzMami…. und er ist gesund, es tut ihm nichts weh, nicht einmal einen Schnupfen kann er bekommen. Mami ist das nicht wunderschön?“

 „Ja Schätzchen das ist wunderschön und weißt du was wir jetzt machen, heute zünden wir eine Extrakerze an, damit Niklas auch sieht, dass er immer bei uns ist.“ Selina kuschelt sich ganz eng in Sandras Arm. Mit einem glücklichen Lächeln schauen Beide in das flackernde Kerzenlicht, sie sind sich sicher, dass ihr kleiner Schutzengel ein schönes zuhause gefunden hat….

 

© Ute AnneMarie Schuster Okt.2011

 

Vertrauen

Du bist der Retter in der Not,
der Mensch der mich begleitet,
der schützend seine Hand erhebt,
und für mich auch mal leidet.

Du bist das Glück das zu mir hält,
versuchst mich zu verstehen,
erträgst mich ganz so wie ich bin,
lässt mich alleine gehen.
Schriftart
Du bist die Kraft die mich beschützt,
wenn ich mal wieder träume,
der rettet was zu retten geht,
wenn Denken ich versäume.

Du bist nicht jeden Tag am Ort,
doch löschst du jedes Feuer,
das achtlos ich entzündet hab,
gar manches wird auch teuer.

Du bist nicht immer Märchenprinz,
das weißt du sicher auch,
doch gibst du mir egal was ist,
den Beistand den ich brauch.

Du räumst für mich die Scherben weg,
schreitest auch manchmal ein,
bremst öfter auch mein Temperament,
doch darf ich, ich stets sein.

© Ute Anne Marie Schuster

Abschied?

Gefunden ohne je zu suchen, geliebt vom ersten Augenblick, versucht den andern zu verstehen geschenkt unendlich großes Glück.

Verzweifelt Abschied schon genommen, gleich in der ersten Liebesnacht, vor Schmerzen dann fast umgekommen, sich wieder neu ins Spiel gebracht.

Getroffen wie mit Messerstichen, ganz tief ins eigne Herz hinein, nie enden sollte diese Liebe, fast alles wollte man verzeih`n.

Versunken sind im Meer die Schiffe, die ihre Flaggen schwarz gehisst, kein Stern wird mehr vom Mond beleuchtet, kein Sonnenstrahl den Himmel küsst.

Gehalten noch von dünnen Fäden, dem Abgrund schon unendlich nah, das Ende scheint nicht zu umgehen, doch keiner weiß wie das geschah.

Versprochen Herz an Herz zu liegen, im Winter wärmen nur durch sich. Dem Frühling nochmal Kraft zu geben, den Sommer leben ewiglich.

Gefunden ohne je zu suchen, verloren ging der letzte Traum, gestorben ohne je zu leben, wozu pflanzt Du noch einen Baum.

 

© Ute AnneMarie Schuster, 2011

Dies ist eine mit page4 erstellte kostenlose Webseite. Gestalte deine Eigene auf www.page4.com